Einheit 5: Sexuell übertragbare Krankheiten im dritten Lebensalter

Sexuell übertragbare Infektionen oder Krankkeiten (kurz STIs = Sexually transmitted infections oder STDs = sexually transmitted diseases) werden durch sexuellen Kontakt von einer Person zu einer anderen übertragen (manche können auch intravenös übertragen warden, z.B. durch unhygienische Injektionen). STIs können durch viele verschiedene Arten von sexueller Aktivität übertragen warden (oraler, vaginaler, analer Sex u.a.), manche treten jedoch auch ohne sexuelle Aktivitäten auf, wie z.B. Pilzinfektionen.

   Einführung

Sexuell übertragbare Infektionen oder Krankkeiten (kurz STIs = Sexually transmitted infections oder STDs = sexually transmitted diseases) werden durch sexuellen Kontakt von einer Person zu einer anderen übertragen (manche können auch intravenös übertragen warden, z.B. durch unhygienische Injektionen). STIs können durch viele verschiedene Arten von sexueller Aktivität übertragen warden (oraler, vaginaler, analer Sex u.a.), manche treten jedoch auch ohne sexuelle Aktivitäten auf, wie z.B. Pilzinfektionen.

STIs warden in virale, bakterielle, parasitäre oder Pilzinfektionen untergliedert:

  • Bakterielle Infektionen – Chlamydien, Gonorrhoe, Syphilis, Bakterielle Vaginose (BV)
  • Virale Infektionen – Hepatitis, Genitalherpes, Genitalwarzen
  • Parasitäre Infektionen – Trichomonas Vaginalis (TV), Krätze, Filzläuse
  • Pilzinfektionen – Scheidenpilz, Eichelentzündung

Besuchen Sie die Webseite der Weltgesundheitsorganisation WHO für weitere Informationen: http://www.who.int/topics/sexually_transmitted_infections/en/

In vielen Industriestaaten ist die Zahl der sexuell übertragbaren Krankheiten bei älteren Menschen in letzter Zeit angestiegen. Besonders die Länder Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Australien und China berichten von stark gestiegenen Zahlen. Es gibt einige Theorien, was die Gründe für den Anstieg von sexuell übertragenen Krankheiten bei älteren Menschen betrifft. Diese Theorien beinhalten: geringes Bewusstsein für Schutz vor Krankheiten, zu wenig Wissen über sexuell übertragbare Krankheiten und ihre Risiken.

Studien haben gezeigt, dass der Wissensstand sexuelle Krankheiten betreffend bei älteren Menschen sehr unterschiedlich ist und dass oft nicht klar ist, wer sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten infizieren kann und wie die Symptome erkannt werden können. Ältere Menschen warten im Gegensatz zu jüngeren Menschen länger bis sie zum Arzt gehen und durch späte Diagnosen verringert sich auch die Anzahl der Behandlungsmöglichkeiten. Nichts desto trotz fokussieren Gesundheitskampagnen die die Menschen über sexuell übertragbare Krankheiten aufklären sollen zumeist auf junge Menschen. Die wenigen Ausnahmen sind immer noch in der Minderheit There have been a few exceptions, but these are in the minority. Hier sind einige der Kampagnen für ältere Menschen:

Family Planning Association (UK) Middle aged spread

http://www.fpa.org.uk/sexual-health-week/middle-age-spread-stis-over-50s

Family Planning, New South Wales (Australia) Little Black Dress

https://www.youtube.com/watch?v=o5CFDZJR9zo

ACRIA (North America) Age is Not a Condom

http://ageisnotacondom.org/EN/

Safer Sex for Seniors (North America) Safer Sex for Seniors

http://safersex4seniors.org/

Der korrekte Gebrauch von Kondomen ist eine der effektivsten Methoden, um die Übertragung von Geschlechtskrankheiten zu verhindern. Lecktücher können ebenfalls hilfreich sein, da sie eine Barriere zwischen dem Mund des Trägers/der Trägerin und der Vagina/dem Anus der Partnerin/des Partners.

Geschlechtskrankheiten können negative Konsequenzen für die Gesundheit des gesamten Körpers haben, wie z.B.: Vagina-, Gebärmutterhals-, Vulva, Penis- Anal- und Mundkrebs können von bestimmten Arten der HPV-Viren kommen; Gehirnschäden von unbehandelter Syphilis und Leberschäden von Hepatitis B. In jedem Lebensalter kann eine Geschlechtskrankheit das psychische Befinden und die Lebensqualität beeinträchtigen.

   Kerninformationen 

  • Geschlechtskrankheiten betreffen Menschen jeden Alters
  • Die Zahl der bei älteren Menschen diagnostizierten Geschlechtskrankheiten steigt in Industriestaaten jährlich an
  • Ältere Menschen tendieren oft dazu, bei Geschlechtskrankheiten zu spat zum Arzt zu gehen
  • Ältere Menschen benötigen altersadäquate Informationen über Geschlechtskrankheiten; wie diese übertragen warden und wie man sich vor ihnen schützen kann

  Lernziele

Am Ende dieser Einheit wird folgendes von ihnen erwartet:

  • Sie verstehen dass Alter nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten
  • Sie wissen wie man sich vor Geschlechtskrankheiten schützt
  • Sie können erklären, warum die Zahl der diagnostizierten Geschlechtskrankheiten bei älteren Menschen steigt
  • Sie haben Einblick in die Komplexitäten von Beziehungen und in Genderprobleme, die eventuell verhindern können dass Menschen sich vor Geschlechtskrankheiten schützen

  Inhalt

 
Aktivität

Suchen Sie nach vier Kampagnen gegen Geschlechtskrankheiten die jüngere Menschen als Zielgruppe haben und vergleichen Sie diese mit vier Kampagnen die sich an ältere Menschen richten.

  1. Was sind die hauptsächlichen Unterschiede zwischen den Kampagnen die sich an ältere und jenen die sich an jüngere Menschen richten?
  2. Wieso sind die Kampagnen unterschiedlich?
  3. Könnte man die an ältere Menschen gerichteten Kampagnen verbessern? Wenn ja, wie?

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Text für Einheit 5

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.