Modul3 - Langzeitpflege

Danica Železnik, Mihela Kanop

Description

 "Langzeitpflege" bedeutet, Menschen jeden Alters bei ihren medizinischen Bedürfnissen oder täglichen Aktivitäten über einen langen Zeitraum hinweg zu helfen. Die Langzeitpflege kann zu Hause erfolgen, in der Gemeinschaft oder in verschiedenen Arten von Einrichtungen, die verschiedene Grade der Unterstützung für die Bewohner bieten. Entscheidungen für Langzeitpflege zu treffen, kann sogar schwer sein, wenn lange im Voraus geplant wird.

In den letzten Jahren wurde die Langzeitpflege auch international zu einem wichtigen Thema, da Gesellschaften aufgrund der steigenden Lebenserwartung demographische Veränderungen erfahren. Die meisten Menschen verbinden eine steigende Lebenserwartung auch mit mehr gesunden Lebensjahren, viele von uns werden jedoch Unterstützung und Pflege benötigen. Deshalb ist ein hohes Niveau von Schutz vor Krankheiten und Abhängigkeiten für die Bürger ein grundlegendes Ziel der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (Nagode, et. Al., 2014)

Menschen benötigen Langzeit

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Kursnummer: DE101
Kategorie: Module in Deutsch
CC - Attribution-NonCommercial-NoDerivatives
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Kurseinheiten

Nationale Definitionen von Langzeitpflege variieren innerhalb der Europäischen Union. Diese Schwankungen spiegeln Unterschiede in der Dauer des Aufenthalts, des Angebots und der oft unscharfen Trennlinie zwischen medizinischen (Gesundheitswesen) und nicht-medizinischen (sozialen)Dienstleistungen wieder. Einige Länder, konzentrieren sich zum Beispiel lieber auf die ambulante Behandlung und Rehabilitation, die hier früher zum Einsatz kommt als in anderen Ländern, die den Fokus stärker auf die Betreuung in Krankenhäusern oder ähnlichen Einrichtungen legen(Europäische Kommission 2008).

Während informelle Pflegekräfte am häufigsten Töchter, Söhne oder Ehepartner sind, kann es sich auch um Geschwister, Nichten, Neffen, Cousins, Enkel oder Freunde und Nachbarn handeln. In einigen Fällen kümmern sich ältere Menschen selbst um die Pflege ihrer Eltern. Tatsächlich führen informelle Pflegekräfte den Großteil der Pflege für ältere Menschen, die Betreuung und Unterstützung benötigen, durch(je nach Land werden zwischen 70 und 90% der Pflegebedürftigen von Angehörigen gepflegt). Informelle PflegerInnen, die meisten von ihnen sind Familienangehörige des Patienten und die allermeisten sind Frauen im Alter von 55 Jahren und älter, stemmen die größte Menge der Pflegearbeit.

Viele ältere Menschen nehmen viele unterschiedliche Medikamente für verschiedene Krankheiten ein, die wiederum verschiedene Nebenwirkungen haben können. Eine dieser Nebenwirkungen ist z.B. verringerte Libido (Hill und Wee). Außerdem besteht bei älteren Menschen, wie bei jeder anderen gesellschaftlichen Gruppe, das Risiko von Abhängigkeiten.  

 

Das Bedürfnis nach Intimität ist kennt kein Alter. Studien bestätigen, dass Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht oder Alter Sex so lange genießen können, wie sie möchten. Natürlich ist Sex mit 70 oder 80 Jahren nicht so wie mit 20 oder 30 – aber er kann sogar besser werden. In höherem Alter fühlen Menschen sich oft weiser als in jungen Jahren und wissen am besten, was ihnen sexuelle Befriedigung und Freude bereitet. Ältere Menschen haben oft sehr viel mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, und sind frei von den unrealistischen Idealen der Jugend und den Vorurteilen der anderen. Außerdem können Paare sich oft besser entspannen und den anderen ohne Ablenkungen genießen, wenn die Kinder bereits erwachsen und ausgezogen sind und die Arbeit nicht mehr so viel Stress erzeugt.

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.