Modul 2: Beziehungen und Intimität

Marcel Plechaty, Frieder Lang

Description

Vertreten durch Entwicklungstheoretiker wie Erik Erikson oder Robert Havighurst wird in einer Beziehung gelebte Intimität als eine der zentralen Aufgaben des früheren Erwachsenenalters gesehen. Neuere Ansätze der entwicklungspsychologischen Forschungsarbeiten der Lebensspannenpsychologie (lifespan psychology) besagen, dass sich ontogenetische Prozesse (Entwicklung des Individuums) von der Empfängnis bis zum Tod erstrecken. Menschen wählen, beeinflussen und verändern im  Einklang mit ihren altersspezifischen Aufgaben und Bedürfnissen ihre unmittelbare Umwelt und damit ihre sozialen Beziehungen über die ganze Lebensspanne.

In den letzten Jahrzehnten hat sich eine Vielfallt von Liebes- und Lebensformen in Deutschland/Europa durchgesetzt. Während es bis zu Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum eine Alternative zur Ehe als Form der Partnerschafft insbesondere für junge Frauen gab, gibt es heutzutage eine Vielzahl von Modellen Partnerschaft und Liebe bis ins hohe Alter zu leben. Im Sinne einer se

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Kursnummer: DE104
Kategorie: Module in Deutsch
CC - Attribution-NonCommercial-NoDerivatives
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Kurseinheiten

Die Entwicklung auch älterer Menschen ist individuell unterschiedlich. Diese Gruppe verfügt über eine größere Differenzierung/Individualisierung im Vergleich zu den Lebensphasen davor und ist auch weniger homogen.

 

Alterssexualität meint das sexuelle Empfinden von Menschen und das Ausleben von Sexualität im Alter. Gerade für die Zielgruppe alter Menschen wird ein breites Begriffsverständnis von Sexualität gefordert. Hier stehen oft andere sexuelle Aktivitäten, die  über den Geschlechtsverkehr hinausgehen wie z.B. Masturbation oder der Austausch von Zärtlichkeit im Vordergrund.

Homosexualität bezeichnet die sexuelle Orientierung bei der das erotische und romantische Begehren überwiegend auf Personen des gleichen Geschlechts gerichtet ist.  Die damit einhergehenden Identitäten bezeichnet man als lesbisch oder schwul. Schwul ist das Synonym für die männliche, lesbisch für die weibliche Homosexualität. Die sexuelle Orientierung eines Menschen gehört zu seiner Persönlichkeit und Identität.

Im Verlauf einer Beziehung muss die Balance zwischen Intimität und Abstand insbesondere bei Beziehungsveränderungen zum Beispiel auf Grund neuer Lebensereignisse neu austariert werden. Hierzu gehört „zwangsläufig“ der Eintritt in den Ruhestand. Mit dem Eintritt in diesen müssen bestehende häusliche und partnerschaftliche Rollenstrukturen angepasst oder neugestaltet werden. Diese und andere (Lebens-)Veränderungen aufgrund des Alters wie zum Beispiel bei Krankheit oder Verlust eines Partners, Auszug der Kinder und Veränderungen der Wohnform ziehen auch Beziehungsveränderungen nach sich.

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