Modul 1 - Sexualität im dritten Lebensalter

Tony Ryan, Sharron Hinchliff

Description

Es gibt wird in der Gesundheits- und Sozialfürsorge immer mehr anerkannt, dass viele ältere Menschen sexuell aktiv sind und Sex als einen wichtigen Teil ihrer Lebensqualität betrachten. Viele lokale, nationale und internationale Gremien beginnen die sexuelle Gesundheit und Wohlbefinden im späteren Leben in ihren Berichten und Richtlinien zu fördern. Im Jahr 2010 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass die sexuelle Gesundheit ein Recht jedes Individuums „nicht nur in den reproduktiven Jahren, sondern auch für junge und ältere Menschen" ist.

Die WHO betont, dass die sexuelle Gesundheit nur im Rahmen der Menschenrechts erreicht und erhalten werden kann. Sie erklärt die folgenden Rechte auf sexuelle Gesundheit, von denen die meisten auch für ältere Menschen gelten, und zwar das Recht auf:

  1. Gleichheit und Nichtdiskriminierung
  2. Freiheit vor Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe
  3. Privatsphäre
  4. das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit (einschl
More  
Kursnummer: DE103
Kategorie: Module in Deutsch
CC - Attribution-NonCommercial-NoDerivatives
CC - Attribution-NonCommercial-NoDerivatives

Kurseinheiten

Wir wissen, dass viele ältere Menschen sexuell aktiv sind, obwohl Berichte zeigen, dass die Häufigkeit der Aktivitäten im Vergleich zu Jüngeren oft reduziert ist. Wir wissen auch, dass die Bedeutung von Sexualität sich mit dem Alter verändern kann; ältere Erwachsene setzen Sex nicht automatisch mit dem klassischen Penis-Vagina-Koitus gleich, deshalb beinhaltet Sex für sie oft Aktivitäten die junge Menschen vielleicht nicht als sexuell ansehen.

Altern ist nicht bloß eine Reihe physischer Veränderungen im Körper. Altern sollte auch auf einer sozialen und psychologischen Ebene verstanden werden. Wenn wir älter werden, ändert sich die Rolle, die wir in Familien, der Wirtschaft und in sozialen Netzwerken spielen. Auch die Art, wie die Gesellschaft uns sieht, verändert sich. Diese Unit betrifft die soziale Konstruktion des Alterungsprozesses und stellt Fragen, wie all dies die Sexualität älterer Menschen beeinflusst.

 

Aktives Altern ist in den letzten Jahren ein zentraler Punkt der Sozial- und Gesundheitspolitik in ganz Europa geworden. Aufbauend auf früheren Ideen, die erfolgreiches Altern fördern wollten, wird Aktives Altern von der WHO wie folgt definiert: 

"Der Prozess, die Möglichkeiten für Gesundheit, Beteiligung und Sicherheit zu optimieren, um die Lebensqualität mit zunehmendem Alter zu verbessern. Dies gilt sowohl für Einzelpersonen als auch für ganze Bevölkerungsgruppen. "

Wenn Menschen älter werden, kann es sein, dass sie Veränderungen in ihrem Sexualleben erfahren. Dazu kann gehören mit weniger oder mehr Sex zu haben, anders Sex zu haben als zuvor, oder mit einem anderen Partner. Menschen in langfristigen Beziehungen erleben eher einen Rückgang der sexuellen Aktivität, wenn sie älter werden. Diejenigen, die neue Beziehungen haben, berichten von einem Anstieg.

Sexuell übertragbare Infektionen oder Krankkeiten (kurz STIs = Sexually transmitted infections oder STDs = sexually transmitted diseases) werden durch sexuellen Kontakt von einer Person zu einer anderen übertragen (manche können auch intravenös übertragen warden, z.B. durch unhygienische Injektionen). STIs können durch viele verschiedene Arten von sexueller Aktivität übertragen warden (oraler, vaginaler, analer Sex u.a.), manche treten jedoch auch ohne sexuelle Aktivitäten auf, wie z.B. Pilzinfektionen.

Kalender

Ankündigungen

  • - Keine Ankündigungen vorhanden -

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.